Infos zum Codec Webm

 

Geschichte vom Codec Webm

Offiziell auf den Markt gebracht wurde der Codec am 19.05.2010. Webm wurde maßgeblich von Google gepusht nachdem Google die Firma On2 aufkaufte. Google verfolgt langfristig das Ziel, dass das dominierende Flash Format durch Webm abgelöst wird. Aus diesem Grund werden nach und nach YouTube Videos auch im Webm Format angeboten. Derzeit werden alle Videos auf YouTube, die größer als 720p sind mit dem Webm Codec codiert.

Grundsätzliche Informationen zum Codec Webm

Webm basiert auf dem On2 VP8 Codec und dem Vorbis Codec im Audiobereich. Der Internetstandard HTML5 ermöglicht es direkt in den HTML Code einen Videolink zu integrieren. Webm tritt hierbei in Konkurrenz zu anderen HTML5 Codecs, wie zum Beispiel Theora, Vorbis, Ogg und H.264. Google möchte sein Marktposition ausbauen indem es bewusst den Webm Codec steuert. Aus dem Browser Chrome soll die native Implementierung für H.264 entfernt werden, dafür jedoch Webm unterstützt werden. Andere Browser unterstützen Webm bereits.

Technische Daten zum Codec Webm

VP8 arbeitet mit 14 bit Farbtiefe bei maximal 16.384 x 16.384 Pixel. Bezüglich Datenrate oder Framerate gibt es keinerlei Einschränkungen. Webm ist eine Untergruppe aus der Matroskawelt - der Matroska Container kann nicht verwendet werden, da Webm weniger Streamtypen und Funktionen hat als Matroska.

Webm wurde von unabhängigen Testern direkt mit H.264 verglichen. Während On2 angab, dass VP8 die doppelte Qualität und Leistung von H.264 hat, konnte diese bei gewissen Tests nicht bestätigt werden (die Tests erfolgten im niedrigsten Profil). Auch gegenüber anderen Codecs, wie zum Beispiel Xvid, sprang Webm nicht so gravierend anders ins Auge, wie es On2 gerne angibt.

Anwendungsgebiete des Codecs Webm

Der Codec findet hauptsächlich im Internet Anwendung. Er kann als gute Alternative zu Flash- und H.264-Videos gesehen werden, wenn auch derzeit eine vollständige Unterstützung von Webm noch nicht gewährleistet ist (April 2011).