Infos zum Codec Lagarith

 

Geschichte vom Codec Lagarith

Der Codec, geschrieben von Ben Greenwood, ist ein verlustfreier Open-Source-Codec, der im AVI-Containerformat daherkommt. Er basiert zum Teil auf dem HuffYUV-Codec, übertrifft diesen jedoch in einigen Punkten.

Grundsätzliche Informationen zum Codec Lagarith

Beim Entwickeln des Codec verfolgte Greenwood unterschiedlich Ziele sehr erfolgreich. Der Codec arbeitet beim Codieren und Decodieren schnell. Er ist zwar nicht so schnell wie HuffYUV, dennoch kann er problemlos mit anderen verlustfreien Codecs auf eine Stufe gestellt werden. Desweiteren enthält der Codec vier arbeitsfähige Farbräume: YV12, YUV2, RGB und RGBA. Er ist außerdem ein I-Frames-only-Codec. Lagarith ist schneller und stabiler als ähnliche Codecs, wie z.B. FFV1.

Technische Daten zum Codec Lagarith

Um HuffYUV zu übertreffen, nutzt Lagarith eine effektivere Kompressionsmethode. Nach der Vorausberechnung der Pixelwerte mittels Median Prediction werden diese anschließend durch RLE codiert sowie arithmetisch komprimiert und erreichen so eine bessere Kompression.

Ein Tipp ist, beim Codieren grundsätzlich die "Nullframes" zu aktivieren. Das bedeutet, dass Bilder, in denen keinerlei Änderung stattfindet, durch sogenannte Nullframes ersetzt werden, die wesentlich weniger Speicherplatz als das gespeicherte Bild selbst belegen. Lagarith-basierte Videos weisen keine sichtbaren Qualitätsverluste auf.

Anwendungsgebiete des Codecs Lagarith

Lagarith eignet sich sehr gut zum Videoschnitt und zur Weiterverarbeitung. Des Weiteren ist der Codec auch bei der Archivierung von Daten nützlich.

4CCs des Codecs Lagarith

LAG5

Qualität des Codecs Lagarith (in Schulnoten)

- Qualität - - Codiergeschwindigkeit - - Dateigröße -
SD 1 1 5
HD 1 2 6

 

© 2011 Ralf Biebeler. Das Buch Video Codecs ist erschienen im Verlag Schiele & Schön in Berlin.