Infos zum Codec H.263

 

Geschichte vom Codec H.263

H.263 ist die Weiterentwicklung von H.261 und gilt gleichzeitig als Grundlage für die Entwicklung des MPEG Formats welches mit wesentlich höheren Datenraten arbeitet. Der Codec wird von unterschiedlichen Herstellern in eigenen Varianten produziert und wurde ursprünglich 1995/1996 durch die ITU standardisiert. Im Laufe der Zeit wurde der Codec weiterentwickelt und bekam Namen wie H.263v2, H.263+ oder H.263 1998.

Grundsätzliche Informationen zum Codec H.263

Genau wie H.261 wurde H.263 für Videokonferenzen entwickelt. Im Vergleich zu H.261 ist er jedoch wesentlich weiter entwickelt. Aufgrund seiner Architektur ist der Codec nicht geeignet für ältere und langsamere Rechner.

Technische Daten zum Codec H.263

Folgende Auflösungen werden von H.263 unterstützt: SQCIF (128 x 96), QCIF (176 x 144), CIF (352 x 288), 4CIF (704 x 576), 16CIF (1408 x 1152). Die Weiterentwicklung von H.261 auf H.263 betraf vor allem die Bewegungsschätzung, die sich von einer Voll-Pixel-Schätzung bei H.261 zu einer Halb-Pixel-Schätzung bei H.263 weiterentwickelt hat. Des Weiteren gibt es bei H.263 eine wesentlich verbesserte Fehlerkorrektur.

Anwendungsgebiete des Codecs H.263

Eigentlich für die Verwendung bei Videos mit wenig Bewegung gedacht, wird H.263, neben On2 VP6, heutzutage häufig auf Plattformen wie YouTube verwendet. Dabei ist zu beachten, dass auf YouTube zum Beispiel nur Videos in den Auflösungen 480 x 320 und 480 x 360 mit H.263 codiert werden. Alles andere wird mit H.264/AVC codiert. Durch die Einführung von HTML5 kann sich dies jedoch ändern.

4CCs des Codecs H.263

H.263 = h263, FLV1, S263, M263, L263, U263, X263, I263, d263, viv2

H.263+ = ILVR, VIVO, viv1, U263

Qualität des Codecs H.263 (in Schulnoten)

- Qualität - - Codiergeschwindigkeit - - Dateigröße -
SD 2 1 2
HD 2 1 2

 

© 2011 Ralf Biebeler. Das Buch Video Codecs ist erschienen im Verlag Schiele & Schön in Berlin.