Infos zum Codec H.261

 

Geschichte vom Codec H.261

Der Codec wurde 1990 entwickelt, um Videokonferenzen bei geringen Datenraten per Modem und ISDN übertragbar zu machen. Sehr viele weitere Codecs (H.263, MPEG1, MPEG2, etc.) basieren auf der Erschaffung von H.261. Der Codec stellt einen Meilenstein in der Entwicklung von Videocodecs dar.

Grundsätzliche Informationen zum Codec H.261

Es gibt einige Anbieter, die ihre eigenen Varianten von H.261 auf den Markt gebracht haben. Neben Apple und Microsoft stellt z. B. auch Intel mit dem Intel ITU H.261 eine Variante zur Verfügung. Bei der Entwicklung von H.261 und der anschließenden Lizenzierung für Wiedergabegeräte waren die Entwickler bei der Verwendung der H.261-Spezifikationen an keine Vorgaben gebunden. Grundbedingung war lediglich die Nutzung des Grundprinzips, auf dem H.261 basiert. Diese Freiheit in der Nutzung führte zur Weiterentwicklung von H.261 und dadurch auch zum sogenannten Deblocking Filtering, eine Methode der Codierung, bei welcher Blockartefakte, so weit es geht, vermieden werden.

Technische Daten zum Codec H.261

Aufgrund seiner Verwendung für Videokonferenzen operiert H.261 hauptsächlich mit 176 x 144 oder 352 x 288 Pixeln bei 128 und 384 kbit/s. Er wurde jedoch so entwickelt, dass er Datenraten von 40 kbit/s bis zu 2 M bit/s zulässt. Der Codec nutzt die Block-DCT für die Codierung. H.261 arbeitet mit einem 4:2:0 Subsampling und im YCrCb Farbraum. H.261 kann auch auf andere Auflösungen angewendet werden und ist nicht auf CIF- und QCIF-Videos begrenzt. H.261 arbeitet bei Graustufen durchaus annehmbar, sieht man von scheinbar willkürlich auftretenden Blockartefakten ab. Bei Farbverläufen gibt er sich Mühe, schafft diese jedoch nicht ohne Blockartefakte. Bei kontrastreichen Kanten kommt es zu Aliasing.

Anwendungsgebiete des Codecs H.261

Ursprünglich verarbeitet für Videokonferenzen, ist H.261 heute auch nur dafür sinnvoll nutzbar. Er eignet sich nicht zur Speicherung oder zum Versand von Videodaten. Praktisch hat er außerhalb von Videokonferenzen über Modem oder ISDN keine konkrete Anwendung mehr.

4CCs des Codecs H.261

h261, v261, D261, M261

Qualität des Codecs H.261 (in Schulnoten)

  - Qualität - - Codiergeschwindigkeit - - Dateigröße -
SD 4 1 2
HD 4 1 2