Der Quicktime Video Container und Quicktime Video Codecs

Für Windowsnutzer ist das Programm Quicktime nicht mehr und nicht weniger als ein reiner Videoplayer mit einigen netten Optionen in der Pro-Version. Für Macintosh Nutzer basiert so ziemlich alles, was mit Video zu tun hat, auf Quicktime. Hierbei handelt es sich nicht mehr nur um eine einfache Software, sondern um eine ganze Arbeitsumgebung für eine Vielzahl an Programmen wie Final Cut Pro (der Videoschnittlösung von Apple) oder Compressor (einem Codiertool). Mit der Installation von Quicktime auf dem Mac werden die standardmäßigen Codecs auf dem gesamten System installiert. Dies änderte sich im Laufe der Jahre natürlich und wird sich auch zukünftig weiter ändern. Was jedoch noch lange Zeit gleich bleiben wird ist der sogenannte MOV Container.

Macintosh Nutzern das liebste Kind jagt ein Quicktime MOV der Windowsgemeinde doch hin und wieder Schauer über den Rücken, denn ein *.mov kann Codecs enthalten, die nicht ohne weiteres wiedergegeben werden können auf einem Windowsrechner. Im übrigen ist es umgekehrt genauso. Nicht jede AVI Datei kann auf einem Mac wiedergegeben werden. Von WMV ganz zu schweigen. Besitzen Sie nicht spezielle Lösungen wie das Tool Flip4Mac, welches es ermöglicht auch auf dem Macintosh mit WMV zu arbeiten, so kann es zu Schwierigkeiten bei der Wiedergabe kommen. Zu einer sehr großen Verbreitung von Quicktime trug die Tatsache bei, dass Apple schon frühzeitig sowohl eine Macintosh, als auch eine Windowsversion auf den Markt brachte. Das war der Grund, wieso auf vielen Multimedia und Audio-CDs sehr häufig Quicktime Filme zu finden waren/sind.

Windows tat dies mit dem Media Player erst wesentlich später. Im Unterschied zum AVI Container eignet sich der Quicktime MOV Container wesentlich besser für Streaminganwendungen. Installiert man den Quicktimeplayer unter Windows, so gibt es einiges zu beachten. Anders als die meisten Windows Player greift Quicktime nicht auf die Multimedia Architektur von Windows (also Video für Windows oder DirectShow) zurück, sondern bringt seine eigenen Decoder mit. Dies ist der Grund, wieso man unter Windows mit Quicktime zum Beispiel kein DivX abspielen kann, auch wenn der DivX Codec eigentlich installiert ist. Desweiteren sei zu bemerken, dass aufgrund dieser Tatsache mit Quicktime abgespielte Videos unter Windows immer ein wenig schlechter aussehen, als wenn Sie auf einem Mac abgespielt werden, oder mit dem Media Player von Microsoft, zum Beispiel.

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