Infos zum Codec AVCHD

 

Geschichte vom Codec AVCHD

AVCHD, von Sony und Panasonic als neues Aufnahmeformat für Camcorder eingeführt basiert auf dem Codec H.264/AVC. Noch im Jahre 2005 war der Codec in einer Entwicklungsphase. Er entstammt dem VSS264 Codec, den es mittlerweile nicht mehr gibt. Geschrieben wurde er von der ITU-T Video Coding Expert Group (VCEG) in Zusammenarbeit mit der MPEG. Der Namensteil H.264 entstammt dabei der VCEG Codecreihe H.26x und AVC entstammt aus der Motion Pictures Expert Group. Panasonic hat mittlerweile den sogenannten AVC-Intra Codec vorgestellt – einer professionellen Version von AVCHD bei welchem jedes einzelne I-Frame gespeichert wird.

Grundsätzliche Informationen zum Codec AVCHD

Der Codec trägt auch die Namen MPEG4 part 10 oder einfach nur AVC. Er ist einer der Standards für Blu-ray und HD-DVD Medien. Desweiteren ist er aufgrund seiner hervorragenden Bildqualität bei sehr geringen Dateigrößen einer der wichtigesten Codecs für Medienanwendungen gleich welcher Art. Gerade im Internet spielt er eine sehr große Rolle. Der Codec befindet sich in unterschiedlichen Containerformaten, auch wenn er grundsätzlich unter der Federführung von Quicktime entstand. Im Matroska Container jedoch kann man aufgrund der Vielfalt von Matroska H.264/AVC ausgiebig nutzen, um z.B. interaktive Menüs oder Untertitel zu speichern.

Technische Daten zum Codec AVCHD

Der Codec arbeitet mit maximal 24 Mbit/s bei 1080i (HDV1) oder 720p (HDV2) Auflösung. Der sehr gute Codieralgorithmus erlaubt es Bilder zu generieren, die qualitativ über dem HDV-Standard liegen.

Folgende Standards wurden für AVCHD definiert:

Baseline Profile (BP): Eignet sich hauptsächlich für Videokonferenzen und Mobilfunk.

Main Profile (MP): Als Archivierungsprofil gedacht, abgelöst durch das High Profile.

Extended Profile (XP): Gedacht für Streaming-Aufgaben.

High Profile (HiP): Das Profil für Blu-ray- und HD-DVD-Medien.

High 10 Profile (Hi10P): Die Weiterentwicklung des HiP mit 10 bit.

High 4:2:2 Profile (Hi422P): Die Weiterentwicklung des HiP mit 4:2:2-Subsampling.

Der Codec liefert ein gestochen scharfes Bild. Bei sehr filigranen Grauverläufen treten leichte Probleme auf, da der Verlauf nicht zu 100% richtig dargestellt wird. Bei scharfen und besonders bei runden, kontrastreichen Kanten tritt ein leichtes bis mittelschweres Aliasing auf. Ein AVCHD-Video benötigt bei qualitativ durchschnittlicher Codierung (also mehrere Durchgänge mit 1,5 Mbit/s) je Stunde ca. 720 MB Speicherplatz.

Anwendungsgebiete des Codecs AVCHD

Die Anwendungsgebiete von AVCHD sind sehr vielfältig. Der Codec kann bei Handyvideos genauso eingesetzt werden wie bei High-Definition-Videos. Im Speziellen wird er ganz aktuell bei den neuesten HD-Camcordern von Sony und Panasonic eingesetzt.

4CCs des Codecs AVCHD

avc

Qualität des Codecs AVCHD (in Schulnoten)

  - Qualität - - Codiergeschwindigkeit - - Dateigröße -
SD 2 4 3