JPEG XR

Geschichte von JPEG XR

JPEG-XR (XR: eXtended Range) wurde von Microsoft ursprünglich unter den Namen 'Windows Media Photo' und 'HD Photo' entwickelt. Im Jahre 2009 wurde das Format als JPEG-XR standardisiert. Entwicklungsziel von JPEG-XR war, unter Anderem, die niedrige Komplexität des JPEG Standards mit der hohen Kompressionseffizienz des JPEG-2000 Standards zu vereinen. Zusätzlich sollte das Format höhere Farbtreue bieten und somit HDR Photographie besser unterstützen als seine Vorgänger JPEG, JPEG-LS und JPEG-2000.

Der JPEG-XR-Standard verspricht verlustfreie Kompression von besserer wahrnehmbarer Qualität bei nur der halben Dateigröße einer typischen JPEG Datei, sowie 2,5 fache verlustfreie Kompression von Bilddaten.

Grundlegende Informationen zu JPEG XR

Der JPEG-XR Kompressionsalgorithmus verwendet üblicherweise eine Abwandlung der YCrCb Farbraumkonversion. Die Transformation der Bildaten besteht aus der optionalen POT (Photo Overlapping Transform) und der obligatorischen 4x4 DCT Variante PCT (Photo Core Transform) und wird in einer zweistufigen hierarchischen Struktur durchgeführt. Als Entropiecodierung sieht der Standard eine adaptive Huffman Kodierung vor. Alle Schritte außer der optionalen Farbunterabtastung und Quantisierung sind vollkommen reversibel.

Der Standard sieht die Nutzung einer Variante des bewährten TIFF Containers vor. Durch den Container werden Metadaten im EXIF- und XMP-Format unterstützt. JPEG-XR unterstützt Farbtiefen von 8, 16 oder 32 Bit je Farbwert und Komponente. Da der Standard zur Darstellung von Farbwerten außer der üblichen ganzzahligen Darstellung auch eine Gleitkomma-Darstellung unterstützt, ist praktisch unbegrenzte Farbtreue möglich. Auch Alpha Kanäle, und damit Transparenz werden unterstützt.