AAC / MP4

Geschichte von AAC/MP4

Advanced Audio Coding (AAC) wurde, wie MP3, von der Moving Picture Experts Group (MPEG) entwickelt. Das Verfahren wurde im Jahre 1999 von der ISO standardisiert und wird allgemein als direkter Nachfolger von MP3 betrachtet. Bei der Entwicklung des Codecs wurden die Schwächen des MP3-Codecs verringert, das Kodierungsverfahren optimiert und um weitere, neue Techniken ergänzt. AAC ist auch als MP4 bekannt. Typische Dateiendungen einer AAC-Datei sind .AAC oder .MP4.

Grundlegende Informationen zu AAC/MP4

AAC bietet im wesentlichen dieselben Vorteile wie MP3 bei wesentlich höherer Kompressionseffizienz. AAC-Dateien bieten relativ zur Dateigröße bessere Qualität als MP3-Dateien. Dies ist einer grundsätzliche Überarbeitung und Verbesserung des Verfahrens sowie der Einführung neuer Techniken etwa zur Reduktion von Artefakten gedankt. Die grundsätzliche Funktionsweise des Verfahrens bleibt jedoch dieselbe: Die Audio-Daten werden in die Frequenzdomäne überführt, anschließend werden Bestandteile des Klangs, welche für den Menschen aufgrund psychoakustischer Maskierungseffekte oder der Ruhehörschwelle nicht hörbar sind, entfernt.

Heute findet AAC überall dort Verwendung, wo auch MP3 eingesetzt wird: Im Streaming von Internet-Radio, als eigenständige Musik-Dateien oder als Tonspur in Videos. Aufgrund der höheren Kompressionseffizienz sind bei AAC bereits bei wesentlich niedrigeren Bitraten als bei MP3 keine Verluste mehr hörbar, dies macht AAC insbesondere überall dort beliebt, wo die Bandbreite knapp ist, also speziell bei der Übertragung über das Internet oder als Tonspur in Videos. Im Gegensatz zu MP3 unterstützt AAC nicht nur Stereo-Ton, sondern auch Surround-Klang und ist auch speziell deswegen für die Verwendung in Video-Streams beliebt. Eigenständige AAC-Dateien sind an der Datei-Erweiterung .MP4 zu erkennen, womit die Verwandtschaft zu MP3 deutlich gemacht werden soll.